Corona-Splitter (8)

Geöffnet
Zumindest einen Spalt hat ‚Königin Manu‘ in MeckPomm die Tür zu den Grundrechten geöffnet. Vorerst auf Zeit.
Mehrere Lockerungen mit erhobenem Zeigefinger sind vorgesehen. Nicht, dass wir übermütig werden und den nächsten Lockdown, verursacht durch die Delta-Variante des Corona-Virus, aus dem Auge verlieren.
Erst einmal ist aber Sommer, der hier im Norden eine kleine Sonnenpause eingelegt hat. Im Süden Deutschlands toben Unwetter mit Überschwemmungen und eiergrossen Hagelkörnern, die einschlagen wie Geschosse.
Bei uns ist es nur bewölkt und um die zwanzig Grad warm. Die Aussenplätze der Restaurants und Cafés sind gut besucht, im Ort viele Leute unterwegs. Demnächst entfällt die Maskenpflicht im Freien. In Restaurants und Museen/ Galerien wird bei Besuchen die Testpflicht und das Alkoholverbot bei Veranstaltungen überall aufgehoben.
Die beste Info für mich ist, dass ab 1.7. die Kinos in Rostock wieder öffnen. Die Testpflicht entfällt, rechts und links bleiben jeweils zwei Plätze frei, d.h., die freie Sicht ist gewährleistet. Hurra!
Erste Ankündigungen von geplanten Filmen lassen mein Herz höher schlagen: “Der Rausch“ mit Mads Mikkelsen, der Film von Maria Schrader „Ich bin dein Mensch“ mit ihr als Regisseurin und nicht zuletzt „Nomadland“ mit Frances McDormand, die mich in jedem ihrer Filme begeisterte.
Es kann losgehen!
Auf der Straße tobt inzwischen das pralle Leben und ich war gespannt, was nun angezogen wird, wie der Dresscode sein wird. Glamourös und körperbetont? Eher nicht, dafür gibt es noch zu wenige Anlässe. Wir müssen uns langsam wieder aneinander heranschleichen. Das eine oder andere Corona-Pfund muss versteckt werden und auch ich überlege, was dafür geeignet ist. Beim Wühlen nach passender Kleidung fiel mir ein Poncho in die Hände. Darin könnte ich mich verstecken.

A b e r – eigentlich waren wir schon im Lockdown unsichtbar, deshalb jetzt zeigen, was man hat und die Zeit der Lockerungen nutzen.
Als ich gestern nach dem Baden im Dämmerlicht auf der Promenade langfuhr, hörte ich Tangomusik und hielt an. Die Musik kam aus einem Hotelzimmer, das hell erleuchtet war und ich sah ein Pärchen Tango tanzen. Sie in einem eng anliegendem Kleid und er ganz in schwarz – ein schönes Paar. Fasziniert hörte und sah ich zu, um dann beschwingt weiterzufahren.
Ich lächelte vor mich hin und weiss, es werden wieder richtig unbeschwerte Zeiten kommen. Irgendwann.

4 Kommentare zu „Corona-Splitter (8)

  1. Liebe Jutta,
    wieder so ein wunderbarer Corona Splitter!!
    „Unsichtbar geworden in Corona“, damit hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Jetzt heißt es, wieder sichtbar zu werden, egal ob mit oder ohne ein paar Corona Kilos. Das Leben interessiert unsere Kilos nicht. Also, los und raus und nix wie losgelebt. Natürlich mit Abstand – aber draußen und mit anderen Menschen.
    Danke Dir für Deine Gedanken, die Du immer so wunderbar mit uns teilst.

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    1. Danke, liebe Petra😘
      Es gefällt mir, dass ich dich mit meinen Gedanken unterhalten kann.
      „ … nix wie losgelebt …“ – genau das ist es und das machen wir👍.
      Vielleicht mal wieder zusammen? Bin im Herbst in NRW😉

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  2. Das Tango tanzende Paar gefällt mir am besten ❤ Das als Paar zu machen ist wunderbar! Wir tanzen zwar nach House-Music mit einem Kaltgetränk in der Hand durch die Küche, aber egal! Hauptsache das Leben tanzen 😉🤟

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